Zoom Eingang mit Steg Kommunale Galerie
Berlin-Wilmersdorf 1998
Projektbeschreibung Der Eingang zum Bürogebäude Hohenzollerndamm 174, ein E. Fahrenkamp-Bau von 1935 und heute im Besitz der Stadt Wilmersdorf, war, durch einen Brand beschädigt, zu renovieren. Zudem waren durch den Auszug eines Mieters Flächen frei geworden, die vom Kunstamt Wilmersdorf übernommen werden sollten. Diese Flächen waren jedoch durch die über 6 m hohe Eingangshalle getrennt. So bestand der Wunsch, diese Flächen mit einer Brücke, einem Steg zu verbinden, um so einen Rundgang für die Galeriebesucher zu gewährleisten. Wegen der angespannten Haushaltslage galt es, dies alles mit sparsamsten Mitteln zu realisieren.
Der zwei Galerieräume verbindende Steg erhielt ein von der Decke herabhängendes, ihn ummantelndes Edelstahlgewebe. Dieses dient als Absturzsicherung und erstrahlt durch in die Decke eingebaute Leuchten in goldenem Glanz. Die Wand des hinter dem Steg liegenden Flures wurde durch vier vertikale rahmenlose Glasschlitze aufgebrochen. Der Besucher der im 1. OG liegenden Räume, bekommt so einen Bezug zum Außenraum über die Eingangshalle hinweg. Die Decken wurden mit Randabstand abgehängt. Aus dem Schlitz streicht das Licht der auf der Decke liegenden Leuchten über die rauh verputzten weissen Wände. In den schmalen hohen Eingangsfries haben wir eine "rahmenlose" Glasfläche eingesetzt. In ihr liegen als geschlossene Flächen die doppelflügelige Holztür mit Edelstahlstoßgriffen und mit gegen Stoß schützenden horizontalen Stahlbändern, sowie die um die Mittelachse drehende Rauchklappe.
Die geschlossenen Holzflächen von Tür und Klappe sind zinkgelb lasiert. Diese Farbe wird über die hohe abgehängte Decke auf die Wand mit den Glasschlitzen gezogen und markiert die Verbindung auch im unteren Niveau an der Decke die Zusammengehörigkeit der Galerieräume.
Planung und Bauleitung Birgitt Welter Architektin BDA
Auftraggeber Kommunale Galerie
Projektdaten Berlin-Wilmersdorf
Baukosten 0,2 Mio
Bauzeit 1998-1999