Zoom Sandkrugbrücke
Berlin-Mitte/Tiergarten 1993 - 1994
Projektbeschreibung Der Neubau der Brücke wurde als fünfstielige, parallelgurtige Stahlrahmenkonstruktion mit verbindender orthotroper Fahrbahnplatte konzipiert. Um die Brücke schmal und die stählerne Konstruktion filigran erscheinen zu lassen, springen die beiden äußeren Hauptträger nach innen zurück. Sie zeigen sich im Straßenprofil der Brücke als stählerne Bordsteine, die die auskragende Konstruktion des Gehweges jeweils von der Fahrbahn abgrenzen. So zeichnet sich die Stahlkonstruktion auch in der Struktur der Brückenoberfläche ab.
Die auskragenden Querträgerenden tragen die Flacheisenrahmen des Geländers. In Übereinstimmung mit dem Geländer sind auch die Beleuchtungsmasten aus zwei sich verjüngenden und über Voll-, Loch- und Stegbleche sich auflösenden Flacheisen konstruiert. Die Widerlagerwände sind in ihrer klaren, glatten Sichtbeton-Konstruktion mit Regellöchern in horizontaler und vertikaler Gliederung deutlich als ein zur neuen Brücke gehörendes, zeitgemäßes und technisches Element erkennbar.
Mit den steinernen Treppenabgängen, den Brückenköpfen mit den alten Postamenten und dem anschließenden Schinkelschen Geländer nimmt der Entwurf die Elemente der historischen Brücke auf. Sie bilden den Übergang vom "alten" Ufer zur "neuen" Brücke.
An der Stelle der ehemaligen Grenzlinie auf der westl. Seite zerschneidet ein weißes Betonband das historische Postament.
in Kooperation mit Thomas Baumann
Auftraggeber Land Berlin, vertreten durch SenBauWohn, Abt. HXI, Brückenbau
Projektdaten Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Grassl GmbH, Berlin
Baukosten 10 Mio
Bauzeit 1993-1994